Gesundes sitzen Bürostühle - Das Gehirn bestimmt - Berlin - Potsdam

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Gesundes sitzen Bürostühle - Das Gehirn bestimmt

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Das Gehirn sitzt mit, gesundes Sitzen entlastet den Kopf


Gesundes Sitzen wirkt auf das Gehirn - Vortrag von Eduard Haider


IHR GEHIRN SITZT MIT, ODER GESUNDES DENKEN UND GESUNDES SITZEN GEHÖREN UNTRENNBAR ZUSAMMEN


Vortrag von Eduard Haider

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe das Thema  „Ihr Gehirn sitzt mit, oder gesundes Denken und gesundes Sitzen gehören untrennbar zusammen“ gewählt, um Ihre Aufmerksamkeit über die bisher noch dominierende biomechanische Sicht auf die passiven Strukturen wie die Bandscheiben und Wirbelgelenke hinaus auf die noch wenig beachteten neurophysiologischen Wechselbeziehungen zwischen unserem Körper und dem Gehirn beim Sitzen zu lenken.  
In meinem Vortrag möchte ich verdeutlichen, erst wenn wir das zentrale Nervensystem und das Nerv-Muskel-Zusammenspiel einbeziehen, erhalten wir wesentliche Auskünfte, wie wir gesünder Sitzen können und welche Schlüsse sich für die Konstruktion von Stühlen daraus ableiten lassen.

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1. GEHIRN UND MUSKELN KOMMUNIZIEREN MITEINANDER
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Denn unsere Muskulatur und das Gehirn kommunizieren ständig miteinander und beeinflussen sich wechselseitig. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Nerv-Muskel-Zusammenspiel zu. Die Muskeln sind nicht nur Energiespender und Motoren des Körpers, sondern auch sehr emotionale Organe. Sie melden dem Gehirn, ob wir uns entspannt und stark oder angespannt und schwach fühlen. Sie beeinflussen damit auch unsere Emotionen, Motivationen und Leistungen.
Und unser Gehirn überträgt diese Gefühlszustände wiederum an die Muskulatur. Je nach Befindlichkeit zeigen sie sich in lockeren, kraftvollen Muskeln stabilen Haltungen und sicheren Bewegungen, oder in verspannten Muskeln, instabilen Haltungen und kraftlosen Bewegungen. Bei Stress und Sorgen verkrampfen die Rückenmuskeln und schmerzen.

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2. DAS GEHIRN STEUERT UND PROGRAMMIERT UNSERE HALTUNGEN UND BEWEGUNGEN
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Wir müssen immer berücksichtigen, dass unser Gehirn nicht nur denkt und fühlt, sondern auch alle unsere Haltungs- und Bewegungsleistungen steuert, regelt, kontrolliert und programmiert.Und eine richtig koordinierte Sitzmotorik spart Energie, die wir für kognitive Leistungen wie Denken und Lernen einsetzen können. Es gibt also gute Gründe, unser Gehirn in die Bewertung des Sitzens einzubeziehen.
Was ist dabei zu beachten?
Das Gehirn muss mit den sensomotorischen Netzwerken des zentralen Nervensystems unser Muskel-Skelett-Systems ständig gezielt aktivieren und neu einstellen, indem es die Ruhespannung, An- und Entspannung sowie Durchblutung der Muskeln reguliert. Denn jeder Muskel kann - wie jede andere Struktur des Muskel-Skelett-Systems auch - nur im Verbund mit dem Nervensystem agieren.

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3. IM SENSOMOTORISCHEN REGELKREIS WERDEN STÄNDIG INFORMATIONEN HIRN- UND KÖRPERWÄRTS GESENDET
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Unser Nervensystem und Muskel-Skelett-System bilden deshalb ein informationsverarbeitendes dynamisches System. Zwischen beiden findet ein unablässiger Austausch von Informationen statt. Diese Nachrichten werden in einem sensomotorischen Regelkreis von elektrischen Nervenimpulsen - dem Aktionspotenzial - hirn- und körperwärts gesendet.

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4. WIE SICH UNSER GEHIRN EIN BILD ÜBER DIE LAGE UND BEWEGUNG DES KÖRPERS IM RAUM MACHT
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Dabei melden die Rezeptoren in den Muskeln, Sehnen und Gelenkkapseln - es sind die sogenannten Propriozeptoren - die Längenänderungen des Muskels in der Zeit. Das Gehirn weiß dadurch immer, welcher Muskel wie arbeitet und ob alles wie beabsichtigt funktioniert.

Diese überall aus dem Bewegungsapparat an das Gehirn gesendeten sensorischen Impulsströme vermitteln zu jedem Zeitpunkt quasi unseren „sechsten Sinn“, den Bewegungssinn und das Stärkegefühl unseres Körpers. Sie werden daher auch als Innenfühligkeit oder Propriozeption bezeichnet.

Denn die Propriozeption lässt uns den eigenen Körper fühlen. Sie ist der Teil des sensiblen Nervensystems, der die Informationen aus den sensorischen Nervenzellen - den Rezeptoren oder „Fühlern“- in den Muskeln, Sehnen und Gelenkkapseln aufnimmt und die Haltung und Bewegung des Körpers im Schwerefeld sowie den dynamischen Muskeltonus an das Gehirns meldet.

Das Ganze wird ergänzt von Informationen aus den Rezeptoren der Haut, den visuellen Informationen der Augenrezeptoren sowie den Rezepturen im Innenohr, die uns mit Signalen an das Stammhirn das Gleichgewichtsgefühl vermitteln.
Durch den ständigen Fluss sensorischer Eingangsinformationen aus diesen Empfindungsmeldungen kann sich das Gehirn ein genaues Bild über die Lage und Bewegung des Körpers im Raum und die Körperspannung machen und adäquat darauf reagieren. Und es erfährt dadurch auch, wie wir uns fühlen.

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5. WIE UNSER GEHIRN VOR GEFÄHRDUNGEN GEWARNT WIRD
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Wir haben aber auch ein Warnsystem. Es signalisiert dem Gehirn Gefährdungen durch Überlastungen der Strukturen des Bewegungsapparates.
Dieses System wird mit dem Begriff Nozizeption bezeichnet. Es verfügt über freie Nervenendigungen in den Geweben - sogenannte Nozizeptoren die bestimmte Arten an Gefährdungen oder bereits eingetretene Schäden an den Strukturen an das Gehirn melden.

So informieren diese freien Nervenendigungen in den Muskeln über längere Zeit andauernde, hohe muskuläre Anspannungen durch anhaltende isometrische Muskelaktivierungen, die vor allem beim statischen Sitzen vorkommen.

Diese nozizeptiven Gefährdungsmeldungen verändern die Bewegungsprogrammierung. Sie haben abweichende Haltungen, Ausweichbewegungen und Muskeldysbalancen - also Dyskoordinationen - zur Folge. Und wenn diese nozizeptiven Impulsfolgen so intensiv sind, dass sie bis zur Hirnrinde vordringen, lösen sie Schmerzgefühle aus.

Welche Rückschlüsse ergeben sich daraus für das Sitzen?

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6. UNSER GEHIRN MUSS BEIM SITZEN DIE DREI MUSKELSCHICHTEN DES RUMPFES GENAU KOORDINIEREN
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Unser Zentralnervensystem muss beim Sitzen die Arbeit der drei Muskelschichten des Rumpfes feinst koordiniert aufeinander abstimmen.

Eine wesentliche Rolle spielen dabei die kleinen, am tiefsten unter der Körperoberfläche gelegenen Muskeln. Sie umgeben jeweils eines der übereinander liegenden Bewegungssegmente der Wirbelsäule. Jedes Segment besteht aus zwei kleinen Wirbelgelenken und dem Bandscheibenraum mit der Bandscheibe. Als funktionelle Einheiten ermöglichen sie durch Bewegungen der einzelnen Wirbel zueinander die Beugung, Streckung, Seitneigung  und Rotation der gesamten Wirbelsäule.

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7. DIE TIEF LIEGENDEN SEGMENTALEN RUMPFMUSKELN SICHERN DIE DYNAMISCHE STABILITÄT UND KOORDINATION
   DER WIRBELSÄULE
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Diese kleinen, direkt an der Wirbelsäule gelegenen Muskeln, die von einem Wirbel zum nächsten ziehen, bewegen kaum, sondern haben eine dynamische Stabilisations- und Koordinationsfunktion. Das heißt, sie müssen während des Sitzens die Haltungen des Rumpfes durch  Koordinationen der Wirbelsäulen-Segmente stabilisieren. Deshalb werden sie das tiefenstabilisierende Muskelsystem genannt.

Es kann bei geringsten Verlagerungen des Körperschwerpunktes aus dem Lot reagieren und diese Abweichungen augenblicklich wieder korrigieren. Dadurch bewegt sich der Körperschwerpunkt innerhalb der stabilen MItte, wo der Energieaufwand zur Stabilisierung der Haltung am geringsten ist.

Denn seit sich der Mensch auf zwei Beinen in aufrechter Haltung fortbewegt, hat ein evolutionärer Funktionsumbau des Körpers stattgefunden. Dabei hat sich dieses tiefenstabilisierende Muskelsystem herausgebildet. Seine Aufgabe ist es, die aufrechte Haltung im Stehen, Gehen, beim Aufrichten, Aufstehen, Treppensteigen sowie im Sitzen gegen die Schwerkraft zu gewährleisten.

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8. DIE  EINSTELLUNG DER AUSGANGSPOSITION ENTSCHEIDET ÜBER DIE QUALITÄT DER BEWEGUNG
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Das Besondere an diesen stabilisierenden Rumpfmuskeln ist, dass unser Zentralnervensystem mit ihnen antizipatorisch vor der Bewegung, bereits nach einer Bewegungsabsicht, die zielgerichtete Ausgangsposition für die Bewegung einstellt. Das bedeutet, das Zentralnervensystem leitet die kommende Bewegung durch richtige Aktivierung dieser tiefen Rumpfmuskeln ein, indem es mit ihnen die Bewegungssegmente der Wirbelsäule optimal zueinander koordiniert, damit sie eine stabile Ausgangsposition für die Bewegung bilden.

Die Ausgangsposition ist entscheidend dafür, dass die Bewegung ökonomisch und energiesparend erfolgt. Je besser sie eingestellt wird, desto angepasster an die Bewegungsaufgabe kann die Bewegung erfolgen.

Die Haltung muss immer der Bewegung vorausgehen, muss die Basis für die Bewegung sein, damit diese zielgerichtet und nicht diffus erfolgt. Die Haltung folgt also immer der Bewegung  wie ein Schatten.

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9. DIE AKTIVIERUNG DES TIEFENSTABILISIERENDEN MUSKELSYSTEMS GEWÄHRLEISTET STABILE HALTUNGEN UND
   GEZIELTE BEWEGUNG-EN SOWIE EINEN SCHMERZFREIEN RÜCKEN
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Die gezielte Aktivierung des tiefenstabilisierenden Muskelsystems ist folglich die notwendige Voraussetzung für stabile Haltungen und die Gegezieltheit der Bewegung während des Sitzens.
Mehr noch: Eine dynamische, leistungsfähige „Antischwerkraft-Muskulatur“ des Rumpfes ist der entscheidende Faktor für einen starken und schmerzfreien Rücken.

Die darüber liegende, mittlere Muskelschicht ist an der Stabilisierung der Haltung mitbeteiligt und für kleinere, schwankende Rumpfbewegungen zuständig. Und mit den oberflächig gelegenen, größten, mehr als sechs Wirbelsäulensegmente überziehenden Muskeln führen wir die eigentlichen Bewegungen des Rumpfes aus.

Damit unser Gehirn die Reihenfolge der Aktivierung dieser drei Schichten der Rumpfmuskulatur, deren Intensität und Ausrichtung, entsprechend den augenblicklichen motorischen Anforderungen optimal zueinander koordinieren kann, benötigt es stetige propriozeptive Impulse vor allem aus den Muskeln.

Dadurch ist es zu jeder Zeit über den dynamischen Zustand des Rumpfes informiert und wird befähigt, die richtigen Befehle an die Muskeln zu erteilen.

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10. MANGELHAFTE INFORMATIONEN AUS DER MUSKULATUR VERURSACHEN STÖRUNGEN IM BEWEGUNGSSYSTEM
     UND RÜCKENSCHMERZEN
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Zu bedenken ist aber: Wenn unser Gehirn längere Zeit vorwiegend nur einseitige  und zu wenige propriozeptive Botschaften aus den Muskeln empfängt - wie das bei einer langen, gleichartigen Tätigkeit vor einem Bildschirm verbunden mit monotoner Haltung der Fall ist - dann stellt das Zentralnervensystem die Bewegungsprogrammierung um. Es kommt zu Fehlsteuerungen der Muskeln und die segmentale Stabilisation und Koordination des Rumpfes wird gestört.

Besonders von solchen Störungen betroffen werden die tief gelegenen Rumpfmuskeln, weil ihre Steuerung äußerst komplex und deshalb sehr störanfällig ist.

Wenn das tiefenstabilisierende Muskelsystem nicht mehr die Stabilisierung und Koordination der Wirbelsäulensegmente gewährleisten kann, versucht das Zentralnervensystem, das mit den großen, oberflächig gelegenen Rumpfmuskeln zu sichern. Diese Muskeln sind jedoch für globale Bewegungen des Rumpfes zuständig. Sie eignen sich aber aufgrund ihrer Lage, Zugrichtung und ihres Stoffwechsels nicht für die Haltearbeit, sind dabei dauerhaft angespannt, werden rasch überlastet und beginnen zu schmerzen.

Die Folge sind instabile Haltungen und Dyskoordinationen. Sie verursachen die häufigen haltungsbedingten Rückenschmerzen, von denen rund 85 Prozent der mitteleuropäischen Bevölkerung betroffen werden.

Denn nicht kaputte Strukturen wie Bandscheibenvorfälle oder Wirbelgelenkarthrosen machen die meisten Rückenschmerzen aus. Vielmehr ist es eine chronisch überlastete Muskulatur durch Fehlsteuerungen, weil das Gehirn zu wenige oder qualitativ schlechte Eingangsinformationenbekommt.
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11. MONOTONES SITZEN GEFÄHRDET DIE SEGMENTALE KOORDINATION DES RUMPFES - DIE STABILISIERENDEN
     MUSKELN „VERKÜMMERN“
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Das ist besonders der Fall, wenn man viele Stunden am Tag sitzt. Das Gehirn erhält dadurch lediglich monotone und reduzierte, also nur wenig stimulierende Impulse. Die Antwort sind monotone und reduzierte Aktionspotenziale an die Muskeln. Vor allem unsere stabilisierenden Rumpfmuskeln werden nicht mehr ausreichend aktiviert. Sie verlieren an dynamisch-konzentrischer Kraft und „verkümmern“ allmählich.

Wie können wir dieser Informationsmonotonie entgegenwirken? Indem wir uns mehr bewegen: In der Freizeit und am Arbeitsplatz. Um das Sitzenkommen wir nicht herum. Nach jüngsten Befragungen der Deutschen Krankenversicherung (DKV) von 1000 Beschäftigten, sitzen wir trotz einer Steh-Sitz-Dynamik mindestens 3 Stunden am Arbeitsplatz. Es ist einfach am ökonomischsten, wenn wir eine feinmotorische Tätigkeit ausüben.

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12. NICHT JEDE SITZDYNAMIK IST FÜR KONZENTRIERTES ARBEITEN GEEIGNET
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Deshalb gilt es, das Sitzen am Arbeitsplatz dynamischer zu gestalten. Doch nicht jede Art von Sitzdynamik eignet sich für konzentriertes Arbeiten.  
Kritisch zu hinterfragen sind daher Stühle, deren Sitzfläche - wie beim Sitzball - in ein oder zwei Ebenen zur Seite wegkippt und den Körper destabilisiert. Während dieser kippenden Raumbewegungen kann der Sitzende jedoch nicht gut schreiben, tippen oder eine andere feinmotorische Tätigkeit ausführen und seine Augen verlieren leicht den Blickkontakt zum Beispiel auf eine Zeile im PC-Bildschirm.

Diese Tätigkeiten sind nur möglich, wenn er ständig in einer angespannten Haltung auf dem Stuhl verharrt. Um nicht umzukippen, muss er sich ständig auf die Haltungsstabilisierung konzentrieren und kann wegen der ausladenden, kippenden Raumbewegungen nur durch Aktivierung der großen, oberflächig gelegenen Rumpfmuskeln seinen Körper in der Mitte halten.

Weil jedoch - wie erwähnt - diese Muskeln nicht für die Stabilisierung der Haltung geeignet sind, werden sie rasch überlastet und schmerzen. Folglich ist die Dynamik der Stühle mit kippenden Sitzflächen dysfunktionell. Sie eignet sich nicht für konzentriertes Arbeiten, geht dabei auf Kosten einer falschen Muskelsteuerung und hat Verspannungen und Überlastungen zur Folge.

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13. DYNAMISCHES SITZEN BEDEUTET, DURCH GEZIELTE BEWEGUNGSREIZE DAS TIEFENSTABILISIERENDE   
     MUSKELSYSTEM UND DAS SENSOMOTORISCHE NERVENSYSTEM ZU AKTIVIEREN
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Dynamisches Sitzen heißt folglich nicht mehr Bewegung schlechthin. Denn wir brauchen bei der Arbeit im Sitzen eine gezielte, funktionelle Dynamik. Also eine Dynamik, die den Sitzenden nicht von der Arbeit ablenkt, ihn nicht in seiner Konzentration und bei seinen Zielhandlungen stört - und die vor Verspannungen und Beschwerden schützt sowie die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit fördert.

Eine solche Dynamik muss gesteuert und geregelt sein. Das heißt, unser Zentralnervensystem muss die für die zielgerichteten Haltungs- und Bewegungsleistungen während des Sitzens am besten geeigneten Muskeln einsetzen. Diese optimale Gezieltheit der Haltung und Bewegung wird durch eine präzise Steuerung der tiefen, direkt an der Wirbelsäule gelegenen Muskeln ermöglicht.

Wirkliches dynamisches Sitzen bedeutet deshalb, durch gezielte Bewegungsreize das tiefenstabilisierende Muskelsystem und das sie steuernde sensomotorische Nervensystem zu aktivieren und leistungsfähig zu erhalten. Nur diese Dynamik gewährleistet sichere, kraftsparende Haltungen und zielgerichtete, fließende Bewegungen bei konzentrierten Arbeiten im Sitzen.

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14. DIE DYNAMISCHE PENDELTECHNOLOGIE DES BIOSWING-SITZSYSTEMS - DAS HOCHBEWEGLICHE 3D-SITZWERK
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Ich möchte Ihnen erläutern, wie wir diese neurophysiologischen Erkenntnisse in der dynamischen Technologie des Bioswing-Sitzsystems konstruktiv umgesetzt haben.

Statt der festen oder gelenkigen Verbindung zum Stuhlgestell ist die Sitzfläche mit der Lehne vollständig vom Stuhlgestell entkoppelt. Sie ist an  vier speziellen, gezielt gedämpften Schwingelementen aufgehängt und kann über dem Stuhlgestell zusammen mit der Lehne in allen horizontalen Ebenen pendeln.

Wir haben diesem unter der Sitzfläche integrierten Bioswingsystem den Namen 3D-Sitzwerk gegeben, weil es mit dem gut gefederten Fahrwerk eines PKWs vergleichbar ist. Denn niemand möchte in einem PKW mit starren Achsen sitzen.

Das hochbewegliche 3D-Sitzwerk befreit durch sein Bioswingsystem von lähmender oder schmerzhafter Starrheit und gibt ihm dabei gleichzeitig durch die Dämpfung den nötigen sicheren Halt.

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15. DAS BIOSWING-PENDELPRINZIP SICHERT DYNAMISCHES SITZEN IM STABILEN GLEICHGEWICH IN ALLEN
     SITZPOSITIONEN
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Denn die gezielte Dämpfung der Schwingelemente sorgt dafür, dass die Auslenkungen der Sitzfläche gering sind und sich in einem Frequenzbereich  zwischen 0,7 bis 2,8 Hertz bewegen.

Das ist so gewollt, weil in diesem Bewegungsbereich das zentrale Nervensystem jederzeit in der Lage ist, ohne bewusste Kontrolle des Sitzenden mit der Tiefenmuskulatur adäquat zu reagieren. Der Sitzende muss sich deshalb nicht mehr auf die Stabilisierung der Haltung konzentrieren.

Das übernehmen die subkortikalen motorischen Steuerungszentren im Kleinhirn und Hirnstamm, die ohne Zuhilfenahme unseres Bewusstseins das Bewegungssystem mit Automatismen steuern. Der Sitzende kann deshalb seine Aufmerksamkeit und Energie ganz auf kognitive Aufgaben richten.

Zudem kippt durch das gedämpfte, horizontale und dynamisch-konzentrische Pendelprinzip die Sitzfläche nicht und verursacht keinerlei Unsicherheit. Man sitzt stets im stabilen dynamischen Gleichgewicht bei kontrolliert beweglicher Beckenregion, kann sich ungestört seiner Tätigkeit widmen und die Augen bleiben ruhig auf ein Objekt eingestellt.

Dieses austariert pendelnde Sitzsystem ermöglicht ein ständiges dynamisches Zusammenspiel mit dem darauf sitzenden Menschen nach dem Prinzip „Aktion und Reaktion“.

Wie funktioniert das?
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16. DAS BIOSWING-SITZSYSTEM REFLEKTIERT JEDE AUF DIE SITZFLÄCHE ÜBERTRAGENE BEWEGUNG ALS   
     ENTSPANNENDEN UND AKTIVIERENDEN IMPULS AN DEN SITZENDEN
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Wir sitzen ja nie völlig bewegungslos. Auch nicht beim passiven Sitzen. Unser Körper pulsiert, atmet, schwingt und koordiniert unentwegt. Und in jeder Haltung und durch jede minimale Bewegung kommt es zu ständigen kleinen Verlagerungen des Körperschwerpunktes um das Körperlot.
Bereits diese ständig unserem Körper eigene, natürliche Dynamik wird vom Bioswing-Sitzsystem reflektiert.

Denn die Sitzfläche zeigt bei jeder geringsten dieser Verlagerungen eine gedämpfte horizontale Pendelbewegung. Bereits das Führen einer PC-Maus, Tippen auf einer Tastatur, minimale Bewegungen des Oberkörpers, Kopfes und der Beine, selbst nur die Brustkorbhebung beim Atmen oder durch den Herzschlag sind ausreichend, um die Sitzfläche zum Pendeln zu bringen.

Deshalb auch der für das gleichsam pulsierende Sitzsystem gewählte Name BIOSWING, der übersetzt LEBENSSCHWUNG bedeutet.
Das Besondere des Sitzsystems besteht darin, dass es durch die gezielte Dämpfung der Pendelbewegungen jede dieser auf die Sitzfläche übertragene Bewegung wieder an den Sitzenden als entspannenden und aktivierenden Bewegungsimpulse reflektiert. Und durch das Pendeln wird der Sitzende auch immer wieder zu Bewegungen angeregt, weil er es als wohltuend empfindet.

Diese ständig reflektierten Bewegungsimpulse wirken vitalisierend auf das ganze Bewegungssystem. Sie entspannen, stärken und aktivieren die Muskulatur, entlasten die Wirbelsäule und Beckenregion sowie stimulieren das sensomotorische Nervensystem.

Die Effekte für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit haben alle Tests des Bioswing-Sitzsystems bestätigt. Sie wurden u. a. vom international renommierten Institut für medizinische Rehabilitation an der Prager Karlsuniversität, dem Institut für Arbeitsschutz in Sankt Augustin und dem Institut  für Rationelle Psychologie in München durchgeführt.

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17. BEFREIUNG VON STARRHEIT, MONOTONIE UND SPANNUNGEN - STIMULATION DER SENSOMOTORIK - AKTIVIERUNG  
     DES NERVMUSKEL-ZUSAMMENSPIELS
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Zusammengefasst sind das vor allem folgende Effekte:

Der Sitzende wird von Starre und Monotonie befreit und empfindet ein wohltuend entspanntes Körpergefühl.

Denn die Pendelbewegungen der Sitzfläche verhindern, dass man längere Zeit eine monotone, einseitig belastende Haltung einnimmt. Sie beugen damit anhaltenden isometrischen Spannungen in bestimmten Muskelgruppen vor, die viel Energie kosten, zu Verspannungen und Überlastungen führen sowie die häufigen haltungsbedingten Rückenschmerzen verursachen.

Die horizontalen, kleinen Pendelbewegungen ermöglichen ein spielend leichtes, kontrolliertes Bewegen des Beckens. Die Muskeln des Beckens und der Lendenwirbelsäule können die kleinen Auslenkungen der Sitzfläche mit dem Becken problemlos beherrschen und erfahren ein stetige Entspannung und Mobilisation.

Das unterstützt die wichtige Lenden-Becken-Hüfte-Stabilisation, so dass sich die Wirbelsäule mühelos aufrichten kann und entlastet die Bandscheiben. Zumal die Pendelbewegungen ihre Hydration, Elastizität und Widerstandskraft fördern.

Die rhythmischen, horizontalen Pendelbewegungen stärken und aktiveren die kleinen, stabilisierenden Rumpfmuskeln. Denn diese horizontaler verlaufenden Muskeln reagieren auf jede kleinste Pendelbewegung und ihre spindelförmigen Propriozeptoren melden jede dieser Bewegungen an das Zentralnervensystem.

Durch dieses ständig eintreffende Aktionspotenzial werden die motorischen Steuerungsmechanismen im zentralen Nervensystem in eine erhöhte Bereitschaft - in einen „Stand by“- zu jeder Bewegung oder Haltungsveränderung versetzt.

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18. DAS TIEFENSTABILISIERENDE MUSKELSYSTEM WIRD DIE GANZE ZEIT WÄHREND DES SITZENS ENTSPANNT,
     GESTÄRKT UND AKTIVIERT
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Deshalb kommt es während des Sitzens zu einer ständigen optimalen Steuerung des Bewegungsapparates. Denn der stetige propriozeptive Impulsfluss aus den stabilisierenden Rumpfmuskeln stimuliert die sensomotorischen Steuerungszentren und befähigt sie, adäquat darauf zu antworten.

Das bedeutet, sie aktivieren diese Muskeln, von denen sie kontinuierlich die Impulse bekommen, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Reihenfolge und mit der richtigen Intensität.

Das tiefenstabilisierende Muskelsystem des Rumpfes wird also die ganze Zeit während des Sitzens gestärkt und aktiviert. Es bleibt gut steuerbar, kann die segmentale Stabilität und Koordination der Wirbelsäule gewährleisten und sichert damit energiesparende Haltungen und Bewegungen.

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19. VORBEUGEND GEGEN DIE HÄUFIGSTEN HALTUNGSBEDINGTEN RÜCKENSCHMERZEN
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Deshalb müssen nicht die großen, oberflächig liegenden Muskeln diese Haltearbeit leisten. Sie werden dabei - wie eingangs erwähnt - überlastet und schmerzen. Dieser Ursache für die am häufigsten auftretenden, haltungsbedingten Rückenschmerzen wird somit vorgebeugt.

Elektromyografische Messungen weIsen nach, dass man infolge des optimalen Nerv-Muskel-Zusammenspiels erheblich Energie für die Stabilisierung der Haltung einspart. Denn die Spannungsverläufe in den Muskeln sind normal. Sie zeigen keine nennenswerten Belastungsspitzen durch erhöhte, kraftkostende isometrische Spannungen. Die dadurch eingesparte Energie kann man besser für die eigentliche Tätigkeit nutzen.

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20. BESSERE ENTSPANNTHEIT, WACHHEIT UND KONZENTRATION BEI DER GEISTIGEN ARBEIT
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Dieses aktive Nerv-Muskel-Zusammenspiel hat ebenfalls anregende Wirkungungen für die geistige Arbeit.

Denn die Areale im Großhirn werden von bewussten Anstrengungen zur Stabilisierung des Körpers entlastet.

Die vom Sitzsystem ausgelösten zum Limbischen System sowie zum Großhirn aufsteigenden propriozeptiven Impulse aus der Muskulatur sind bei vielen Funktionen in der Hirnrinde daran beteiligt, Synapsenverbindungen und Neuronennetzwerke zu stärken, zu verändern und zu erweitern. Sie unterstützen damit die Verarbeitung und den Austausch von Informationen auf der für Lernen, Denken, Erinnern, Planen und Entscheiden zuständigen kortikalen Ebene und tragen so zu kognitiven Leistungen aktiv bei. Denn wir wissen, dass in der Hirnrinde motorische und geistige Funktionen und Lernen parallel verarbeitet, erlernt und ausgeübt werden und sich wechselseitig beeinflussen.

Das zeigt sich auch bei den Tests des Bioswing-Sitzsystems.

Neben den Effekten auf das Muskel-Skelett-Systems wie Rückgang von Schmerzgefühlen und Ermüdungen sowie Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit, die alle auch ein Gewinn für die geistige Arbeit bedeuten, verbesserten sich bei den meisten Probanden die physische und psychische Entspanntheit,Wohlbefinden, Wachheit, motorischer Antrieb sowie Aufmerksamkeit und Konzentration. Das sind alles Faktoren, die Denk- und Gedächtnisleistungen fördern.

Gesünderes und gezielt funktionelles, dynamisches Sitzen ist also möglich. Infolge der zunehmenden Digitalisierung werden bereits deutlich mehr als die Hälfte aller Arbeitsprozesse in Deutschland im Sitzen geleistet. Auch wenn wir öfter Aufstehen und ein paar Schritte gehen, bleibt das Sitzen die dominierende Arbeitsposition, weil es ökonomischer ist als Stehen. Den ergonomischen und gesund erhaltenden Qualitäten eines Arbeitsstuhls kommt deshalb wachsende Bedeutung zu.
Übereinstimmend wird dem BIOSWING-Sitzsystem sowohl aus ergonomischer und arbeitsmedizinischer als auch neuro-orthopädischer und neurophysiologischer Sicht eine Qualität attestiert, die sitzbedingten Gesundheitsrisiken nachhaltig vorbeugt sowie die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit fördert.

Viele Studien und die Praxis in vielen Unternehmen zeigen, dass das funktionell dynamisches Sitzsystem dazu beiträgt, krankheitsbedingte Ausfälle zu senken und sich die Beschäftigten darauf wohler und leistungsfähiger fühlen.

Das BIOSWING-Sitzsystem hat bei allen Vergleichstests sowie Langzeitstudien unter Labor- und realen Arbeitsbedingungen mit den gefragtesten dynamischen Bürostühlen die besten Ergebnisse bezüglich der Auswirkungen auf Gesundheit, Leistung und Wohlbefinden erzielt und wurde von der Mehrzahl der Probanden zum besten Stuhl gewählt.

Daran wird deutlich, dass sein gezielt gedämpftes, dreidimensional-horizontal bewegliches Pendelprinzip das wegweisende Konzept für eine völlig neue, körperfreundliche Qualität des Sitzens darstellt.


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21. DYNAMISCHE PENDELTECHNOLOGIE DES SITZSYSTEMS BEWÄHRT SICH AUCH IN DEN BIOSWING TRAININGS-  
     UND THERAPIESYSTEMEN
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Abschließend möchte ich noch hinzufügen, dass die Gesundheit fördernde Effekte des BIOSWING-Sitzsystems auch durch die positiven Ergebnisse bei der Anwendung der von uns entwickelten BIOSWING Trainings- und Therapiesysteme POSTUROMED, PROPRIOMED und TORSIOMED bestätigt werden. Sie unterstreichen die präventive und trainierende Wirkung der Bioswingtechnologie des Sitzsystems, die in diesen Systemen ebenfalls integriert ist Und diese Geräte werden erfolgreich beim sensomotorischen Training sowie bei der Rehabilitation und Schmerztherapie des Bewegungsapparates eingesetzt.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

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